Vorwärts mit anavant – Weiterbildung neu denken zwischen Alltag, Vision und Transformation

Warum wir Weiterbildung neu denken müssen – und wie Unternehmen damit echte Mehrwerte schaffen


Fachkräfte fehlen. Die Arbeitswelt verändert sich rasant. Und die Buzzwords? Heissen Reskilling und Upskilling. Doch was steckt dahinter – Trend, Trostpflaster oder echter Transformationstreiber? Wer genauer hinschaut, erkennt: Weiterbildung ist längst mehr als ein individuelles Plus. Sie ist strategisches Kapital – und der Schlüssel zur Wettbewerbsfähigkeit von morgen.

Kaum ein HR-Symposium, keine Bildungsmesse, auf der sie nicht fallen: Reskilling (Umschulung auf neue Kompetenzen) und Upskilling (gezielte Erweiterung bestehender Fähigkeiten). Die Hoffnung: Mit massgeschneiderter Weiterbildung den Herausforderungen von Fachkräftemangel, Digitalisierung und demografischem Wandel begegnen.

Weiterbildung als Wettbewerbsvorteil
Was in der Theorie schlüssig klingt, bleibt in der Praxis jedoch oft ein Lippenbekenntnis. Warum? Weil Weiterbildung noch immer zu wenig als strategisches Führungsinstrument verstanden wird – und zu selten mit der Realität im Unternehmensalltag verknüpft ist.

Dabei kann genau das enorme Wirkung entfalten: Unternehmen, die Weiterbildung gezielt fördern, profitieren auf mehreren Ebenen. Sie senken Rekrutierungskosten, erhöhen die Bindung qualifizierter Mitarbeitender und schaffen echte Entwicklungsperspektiven – intern, nachhaltig und zukunftsgerichtet.

Ein Beispiel aus der Praxis: Ein Industrieunternehmen im Schweizer Mittelland qualifizierte technische Sachbearbeitende systematisch zu Technischen Kaufleuten mit eidg. Fachausweis weiter. Die Wirkung: Die neuen Kompetenzen flossen direkt in laufende Projekte ein, mehrere Mitarbeitende übernahmen Führungsaufgaben – und die Fluktuation sank spürbar. Trotz solch überzeugender Beispiele bleiben viele Unternehmen zurückhaltend. Die meistgenannten Gründe: fehlender Freiraum im Tagesgeschäft, mangelnde strategische Verankerung oder die Angst, gut qualifizierte Mitarbeitende könnten nach der Weiterbildung abwandern.

Hinzu kommt ein veraltetes Verständnis von Weiterbildung als «Privatsache». Ein folgenschwerer Irrtum – denn in Zeiten des Fachkräftemangels kann es sich kein Unternehmen leisten, Entwicklungspotenziale ungenutzt zu lassen.

Zukunft braucht Anschlussfähigkeit
Weiterbildung muss anschlussfähig sein: an die Realität im Unternehmen, an individuelle Karriereziele – und an die Entwicklung der Berufsbilder selbst. Programme wie der Lehrgang zum/zur Technischen Kaufmann/Kauffrau mit eidg. Fachausweis zeigen, wie das gelingt: Mit einer Kombination aus betriebswirtschaftlichem Know-how, Projekt- und Change-Management, Leadership-Qualitäten und flexiblem Lernen – praxisnah, staatlich anerkannt und hoch angesehen in der Schweizer Wirtschaft.

Wir von anavant als Prüfungsträger überarbeiten derzeit die Wegleitung und Prüfungsordnung für die eidgenössische Berufsprüfung der Technischen Kaufleute. Damit bilden wir aktuelle Entwicklungen des Arbeitsmarkts direkt ab: Digitale Transformation, Innovationsmanagement, Nachhaltigkeit, Selbstführung und Change-Kompetenz werden künftig noch stärker gewichtet.

Fazit: Mit Vision weiterbilden – und dem Fachkräftemangel begegnen
Wer sich heute weiterbildet, tut das nicht mehr nur, um Wissen zu konsumieren – sondern, um die eigene Zukunft aktiv zu gestalten. Oder wie es Michael Ngoy, Ex-Eishockeyprofi, Gründer der NCAcademy und Technischer Kaufmann seit 2017, formuliert: «Gute Weiterbildung beginnt nicht mit Inhalten, sondern mit einer Vision: Wo will ich in zwei Jahren stehen?» Mehr über seinen Karriereweg und seine Erfahrungen mit der Weiterbildung zum Technischen Kaufmann lesen Sie im Interview in der Augustausgabe des KMU-Magazins.

Zwischen Trend und Transformation
Was heute als kurzfristiger Trend oder gut gemeintes Trostpflaster erscheint, kann zum echten Transformationstreiber werden – vorausgesetzt, Weiterbildung wird nicht isoliert, sondern strategisch verankert. Unternehmen, die Entwicklung als festen Bestandteil ihrer Kultur verstehen, schaffen mehr als Kompetenzen: Sie eröffnen Perspektiven – für ihre Mitarbeitenden und für sich selbst.

Denn der Fachkräftemangel ist keine vorübergehende Erscheinung, sondern strukturelle Realität. Wer darauf nur mit schneller Rekrutierung reagiert, greift zu kurz. Der nachhaltigere Weg führt über kompetenzbasierte Weiterbildung: Sie stärkt die Innovationskraft, fördert die Mitarbeitendenbindung – und erhöht die Resilienz von Organisationen im Wandel.

Jetzt informieren und planen
anavant steht mit der TK-Berufsprüfung für einen zukunftsorientierten Bildungsansatz, der Weiterbildung als strategisches Instrument versteht – zur Fachkräftesicherung, zur Personalentwicklung und zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit. Wir unterstützen Unternehmen und Fachkräfte dabei, ihre Ziele mit passenden Weiterbildungen zu erreichen.

Lernen zwischen Zoom-Call und To-do-Listen – Wie Weiterbildung in den Alltag passt

Beruf, Familie, Alltag – und trotzdem lernen? Weiterbildung neben dem Job klingt oft unrealistisch. Doch mit dem richtigen Konzept wird sie machbar – und sogar motivierend. «Keine Zeit» ist jedenfalls keine Ausrede. Wer wirklich weiterkommen will, braucht keine perfekten Bedingungen – sondern flexible Formate, clevere Planung und eine Portion Ausdauer. Und – ob Lern-App oder KI: Wer digitale Tools reflektiert einsetzt, schafft sich wirksame Unterstützung im Lernalltag.

Zwischen Projektabgaben, Kundengesprächen und privaten Verpflichtungen auch noch eine Weiterbildung stemmen? Für viele Berufstätige klingt das nach einer fast unlösbaren Zusatzaufgabe. Und doch zeigt die Praxis: Es geht – wenn Rahmenbedingungen, Formate und Motivation stimmen.

Warum berufliche Weiterbildung auch neben dem Vollzeitjob gelingen kann
Viele Lernwillige scheitern nicht am ob, sondern am wie. Weiterbildung findet nicht im luftleeren Raum statt, sondern mitten im Leben. Genau hier setzt ein zukunftsorientiertes Weiterbildungsverständnis an: Es denkt den Alltag der Menschen mit – und schafft flexible Strukturen, die sich an den beruflichen und privaten Takt anpassen lassen.

Drei Stellschrauben für erfolgreiches Lernen
Ob zwischen zwei Meetings oder am Abend auf dem Sofa – diese drei Hebel zeigen, worauf es ankommt, wenn Lernen im Berufsalltag gelingen soll:

  1. Microlearning statt Marathonseminar
    Weniger ist oft mehr. Lernen in kleinen, gut dosierten Portionen lässt sich leichter in den Alltag integrieren – sei es mobil, in Pausen oder nach Feierabend. Digitale, zeitunabhängige Lerneinheiten setzen auf Selbststeuerung und unmittelbare Umsetzbarkeit.

  2. Peer-Learning statt Einzelkämpfermodus
    Gemeinsam geht’s besser: Lerncommunities – ob digital oder vor Ort – fördern Motivation, Austausch und Verbindlichkeit. Viele Anavant-Angebote werden durch Gruppenformate, Peer-Support oder praxisorientierte Projekte begleitet.

  3. Struktur statt Spontaneität
    Gerade bei der Prüfungsvorbereitung zahlt sich Planung aus. Wer frühzeitig und strukturiert lernt, reduziert Stress und erhöht die Erfolgschancen deutlich. Unsere Erfahrung zeigt: Bis zu 90 Prozent des Prüfungserfolgs hängen von der Vorbereitung ab.

Mit KI zum smarteren Lernen – digital, individuell, effizient
Künstliche Intelligenz ist längst kein Zukunftsthema mehr, sondern Teil des modernen Lernens. Intelligente Lernplattformen analysieren Lernverhalten, identifizieren Wissenslücken und schlagen individuell passende Inhalte oder Wiederholungen vor – zur richtigen Zeit, im richtigen Format. So entsteht ein personalisierter Lernpfad, der sich flexibel in den Alltag integrieren lässt.

Auch bei der Prüfungsvorbereitung unterstützt KI gezielt: durch automatisiertes Quiz-Feedback, interaktive Wissenschecks oder die Generierung prüfungsnaher Fragen. In Kombination mit menschlicher Begleitung wird daraus ein hybrides Lernmodell, das Effizienz mit Relevanz verbindet.

Der Werkzeugkasten für die Prüfungsvorbereitung
Erfolgreiches Lernen ist kein Zufall, sondern Ergebnis klarer Prioritäten und durchdachter Routinen. Hier die wichtigsten Tipps aus der Praxis:

  • Gezielt arbeiten: Nutzen Sie Wegleitungen und Prüfungsreglemente als roten Faden.
  • Regelmässig wiederholen: Täglich zehn Minuten pro Fach reichen oft, um Inhalte zu festigen.
  • Aktiv verarbeiten: Schreiben Sie Zusammenfassungen, Karteikarten oder eigene Prüfungsfragen.
  • Verbindung zur Realität schaffen: Verfolgen Sie aktuelle Themen – viele Inhalte haben realweltliche Bezüge.
  • Lernzeiten planen: Auch Ferien lassen sich gezielt nutzen – mit klaren, realistischen Lernzielen.
  • Organisation nicht vergessen: Bereiten Sie Hilfsmittel rechtzeitig vor – und buchen Sie Ihre Unterkunft früh, um am Prüfungstag entspannt anzureisen.

Und das Wichtigste zum Schluss: dranbleiben. Nicht aufgeben. Auch schwierige Phasen gehören dazu.

Fazit: in den Alltag integrieren – statt auf den perfekten Moment warten

Weiterbildung ist kein Trend, sondern Transformationstreiber. Sie verbindet Vision mit Alltag und eröffnet Chancen – für Fachkräfte ebenso wie für Unternehmen. Der Lehrgang zum/zur Technischen Kaufmann/Kauffrau mit eidg. Fachausweis bietet den idealen Rahmen: modular, flexibel und anschlussfähig.

👉 Der aktuelle Terminplan für die eidgenössischen Berufsprüfungen 2026 ist online verfügbar unter www.anavant.ch.